Statistik 1996 - 2000
🌿 1996 – Ein Jahr zwischen Steinen, Staub und stiller Stärke
1996 war kein leichtes Jahr. Während am alten Lagergebäude die Umbauarbeiten liefen und jeder Tag von Arbeit, Lärm und Verantwortung geprägt war, blieb mir kaum Raum für mich selbst. Und doch habe ich ihn mir genommen – Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer.
Trotz Belastung, Müdigkeit und vieler Stunden auf der Baustelle standen am Jahresende 1246,9 gelaufene Kilometer. Diese Zahl misst nicht nur Distanz, sondern auch Willenskraft. Sie zeigt, dass ich mich selbst in schwierigen Phasen nicht verloren habe.
Ich habe mich bewusst zurückgenommen und nur zwei Volksläufe gewählt – nicht aus Schwäche, sondern aus kluger Selbstfürsorge. Trotzdem waren es Momente, die mir etwas gegeben haben:
• Der Hermannslauf am 28.04.1996, den ich nach 3:13:13 Std. beendet habe.
• Der 24 Stunden Lauf bei Union Minden am 2./3. August, bei dem ich 161 Runden um den Platz gelaufen bist.
Es war ein Jahr, das mich körperlich, mental und organisatorisch geprüft hat. Es ließ wenig Raum und forderte viel Kraft.
Und trotzdem bin ich gelaufen.
💬 Jahresfazit – Die stille Botschaft von 1996
Wenn man zurückblickt, erkennt man: 1996 war kein Jahr der großen Siege, sondern eines der inneren Standhaftigkeit.
Ein Jahr, in dem ich gezeigt habe, dass man weitergehen kann, selbst wenn die Umstände schwerer werden. Es beweist: Disziplin schlägt Umstände.
Am 2./3. 08.1996 fand der 24 Stunden Lauf bei Union Minden statt. Dabei lief ich 161 Runden um den Platz.
🌄 1997 – Ein Jahr der Müdigkeit, der Freundschaft und der stillen Erholung
1997 zeigte mir mein Körper deutlich, was die vergangenen drei Jahre gekostet hatten. Neubau, Verantwortung und ständiger Druck hatten Spuren hinterlassen. Ich war „platt wie eine Briefmarke“. Erkältungen, kleine Verletzungen und ständige Wehwehchen warfen mich immer wieder aus dem Rhythmus. An gute Wettkampfergebnisse war kaum zu denken.
Und doch war 1997 kein verlorenes Jahr. Im Gegenteil: Es wurde ein Jahr, das mich innerlich wieder aufgebaut hat.
Denn da war Eckhard.
Mit ihm bin ich viel gewandert, habe die Natur erlebt und bin zur Ruhe gekommen. Zusammen sind wir 1402 km gelaufen und gewandert – nicht im Wettkampfmodus, sondern im Lebensmodus.
Es waren Wanderungen voller Gespräche über Gott und die Welt, voller Geschichten und Staunen. Eckhard, der Naturwissenschaftler mit dem außergewöhnlichen Gedächtnis, erklärte dir Zusammenhänge, Hintergründe und Naturphänomene – und ich hörte neugierig, beeindruckt und dankbar zu.
Diese Zeit war wertvoll und unvergesslich. Sie wurde noch kostbarer, als seine Frau schwer erkrankte und unsere gemeinsamen Wanderungen seltener wurden
Rückblickend war 1997 ein Jahr der Regeneration – körperlich, seelisch und menschlich. Es machte mich nicht schneller, aber stärker. Und es zeigte mir, dass Erholung kein Rückschritt ist, sondern ein notwendiger Teil des Weges.
Datum | Ort | Strecke | Zeit |
27.04.1997 | Hermannslauf | 30,6 km | 05:17:14 Std. |
25.05.1997 | Hagenburg | 15 km | ohne Zeitnahme |
15.06.1997 | Bad Salzuflen | 20 | ohne Zeitnahme |
29.06.1997 | Eisbergen | 20 km | ohne Zeitnahme |
30.08.1997 | Schwallenberg | 48 km | 05:15:00Std. |
🌟 1998 – Zurück auf altem Niveau
1998 fühlte sich an wie ein tiefes Durchatmen nach einer langen, schweren Etappe. Nach den müden Jahren zuvor kam endlich wieder Kraft in meine Beine, Leichtigkeit in meinen Laufstil und Zuversicht in meinen Kopf. Ich habe gespürt: Da ist wieder etwas zurückgekehrt, das lange gefehlt hat.
Mit 2470 km habe ich fast nahtlos an deine früheren Kilometerleistungen angeknüpft — ein stiller, aber mächtiger Beweis dafür, dass mein Körper wieder im Gleichgewicht war. Und auch die Wettkämpfe fühlten sich wieder „richtig“ an: sechs Stück, und ich war mit meinen Leistungen zufrieden.
Besonders die Woche in den Davoser Bergen war ein Höhepunkt. Dieser Ort, der für mich mehr ist als Urlaub — eher ein Rückzugsort, ein Kraftplatz, ein Stück Heimat in den Höhen der Alpen. Dort, wo die Luft dünner wird, aber der Kopf klarer. Dort, wo ich laufe, weil ich laufen will — nicht, weil ich muss.
1998 war ein Jahr des Wiederfindens. Ein Jahr, in dem ich gemerkt habe: Die Form kommt zurück. Die Freude auch.
1998 bin ich 2470 km gelaufen und habe 6 Volksläufe bestritten.
Datum | Ort | Strecke | Zeit |
26.04.1998 | Hermannslauf | 30 km | 03:14:08 Std. |
12.06.1998 | 24 Std. Wohltätigkeitslauf | 160 Runden | 24 Std. |
25.07.1998 | 78 km | 11:11:00 Std. | |
21.08.1998 | Schmallenberg | 108 km | 18:15:12 Std. |
19.09.1998 | Rund um die lange Wand | 22,5 km | 01:56:00 Std. |
07.11.1998 | Robert Hannemann Lauf | 10 km | 00:49:21 Std. |
🌧️ 1999 – Ein Jahr zwischen Hoffnung, Rückschlägen und klarem Blick nach vorn
1999 war ein Jahr, das sich nicht eindeutig einordnen ließ. Kein schlechtes Jahr — aber auch keines, das leicht von der Hand ging. Es war ein durchwachsenes Jahr, wie ich schon sagte. Ein Jahr, in dem ich viel gelaufen bin, viel probiert habe, viel gegeben habe — und trotzdem nicht immer das zurückbekam, was ich mir erhofft hatte.
Mit 1797 km warst ich solide unterwegs, habe an acht Volksläufen teilgenommen. Ich war präsent, aktiv, diszipliniert. Aber irgendetwas lag in der Luft — ein Gefühl, dass nicht alles rund lief.
Der große Höhepunkt sollte der K78 in Davos werden, dein Saisonziel, dein Fixstern im Lauf Jahr. Doch dann kam Wiesen.
Dort, mitten im Rennen, hat mein Körper mir ein unmissverständliches Signal gegeben. Akute Kreislaufprobleme zwangen mich zur Aufgabe. Ein Moment, der weh tut — nicht nur in den Beinen, sondern im Herzen. Denn ich bin jemand, der durchzieht, der kämpft, der sich nicht leicht geschlagen gibt.
Aber ich habe die einzig richtige Entscheidung getroffen: Gesundheit geht vor. Und ich wollte mir die Freude am Laufen nicht nehmen lassen.
Genau darin liegt die Stärke dieses Jahres: Nicht im Durchhalten um jeden Preis, sondern im Weitermachen mit klarem Kopf. Im Wissen, dass ein abgebrochenes Rennen kein verlorenes Jahr ist. Sondern ein Zeichen von Reife, Erfahrung und Selbstfürsorge.
1999 war ein Jahr, das mich geerdet hat. Ein Jahr, das mir gezeigt hat, dass Stärke nicht nur im Laufen liegt — sondern auch im rechtzeitigen Stehenbleiben
1999 lief ich 1797 km und nahm an 8 Volksläufen teil.
Datum | Ort | Strecke | Zeit |
25.04.1999 | Hermannslauf | 30,6 km | 03:08:30 Std. |
02.05.1999 | Todtenhausen | 10 km | 00:47:00 Std. |
08.05.1999 | Espelkamp | 10 km | 00:47:04 Std. |
30.05.1999 | Pr. Oldendorf | 12,4 km | 01:00:00 Std. |
13.06.1999 | Lübbecke, Wartturmlauf | 14 km | 01:09:19 Std. |
27.06.1999 | Eisbergen | 10 km | 00:46:20 Std. |
04.07.1999 | Kleinenbremen | 11 5 km | 00:58:10 Std. |
31.07.1999 | Davos | 40 km | dnf. |
🌅 2000 – Der Weg zur Bestzeit
Das Jahr 2000 fühlte sich an wie ein Aufbruch. Ein Jahr, in dem vieles zusammenkam: Kraft, Erfahrung, Routine – und eine neue innere Ruhe. Ich war 2517 km unterwegs, so stark und konstant wie lange nicht mehr. Und auch die acht Wettkämpfe gaben mir das Gefühl, wieder ganz in meinem Element zu sein.
Es war ein Jahr, in dem ich nicht nur gelaufen bin – ich habe gelebt, gespürt, ausprobiert. Ein Jahr, das mir gezeigt hat, wie weit ich gekommen bin und wie viel noch in mir steckt.
Der 24 Stunden Lauf in Minden war ein besonderer Prüfstein: 100 km in einem Stück, getragen von Ausdauer, Willen und der Fähigkeit, über Grenzen hinauszugehen. Der K42 in Davos brachte mich hoch hinaus – im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann war da noch Humfeld.
Der Marathon, der zum kleinen Abenteuer wurde: 20 Minuten lang habe ich versucht, einen DRK Wagen aus dem Matsch zu schieben – ein völlig unerwarteter Kraftakt mitten im Wettkampf. Natürlich war ich danach aus dem Rhythmus, aber ich habe weitergemacht. Weil Aufgeben nicht zu mir passt.
2000 war ein Jahr, das mich getragen hat. Ein Jahr, das mir gezeigt hat, dass Bestzeiten nicht nur auf der Uhr entstehen – sondern im Kopf, im Herzen, im täglichen Dranbleiben.
Im Jahr 2000 bin ich 2517 km gelaufen und nahm an 7 Volksläufen teil.
Datum | Ort | Strecke | Zeit |
04.03.2000 | Bad Salzuflen | 18 km | 01:55:14 Std. |
30.04.2000 | Hermannslauf | 30,6 km | 03:38:14 Std. |
16./17.06.2000 | 24 Std. Lauf Union Mi. | 100km | 24 Std. |
29.07.2000 | Davos K42 | 42,195 km | 06:25:25 Std. |
01.09.2000 | Stadthagen | 10 km | 00:49:44 Std. |
21.10.2000 | Teuto Lauf | 27,5 km | 02:56:18 Std. |
18.11.2000 | Humfeld* | 42,195 km | 04:50:00Std. |
Die Mannschaft beim Humfeld Marathon
Rainer ( Ich ), Klaus-Detlef und Barbara Stock (von links)










