Statistik 1991 - 1995


Die frühen 90er waren für mich eine Zeit voller Bewegung – sportlich wie persönlich. Nicht jedes Jahr war ein Triumph, aber jedes einzelne hat mich geprägt. Manche Läufe liefen großartig, andere endeten früher als geplant. Und doch blieb eines immer gleich: Ich bin gelaufen.



1991 – Ein durchwachsenes Jahr mit starken Momenten



 Günter Rullkötter und ich 1988 kurz vor dem Sertig Pass.


Das Jahr begann mit viel Motivation, doch schon früh zeigte sich, dass nicht alles planbar ist. Beim Swiss Alpine Marathon in Davos musste ich zum ersten Mal einen Ultralauf abbrechen – in Wiesen, wegen akuter Kreislaufprobleme. Rückblickend war es die richtige Entscheidung, auch wenn es schwerfiel.


Gleichzeitig gab es aber auch echte Höhepunkte: Im Marathon von Bramsche lief ich gemeinsam mit Martina Roschlau, die dort den 1. Platz in ihrer Altersklasse holte. Wir hatten über den Winter viele gemeinsame Trainingsläufe – dieser Marathon war das perfekte I Tüpfelchen darauf.


Am Ende standen 11 Volksläufe und 1802 Kilometer auf dem Konto. Kein perfektes Jahr, aber ein ehrliches.


Läufe 1991

Datum

Ort

Strecke

Zeit

09.03.1991

Bramsche

42,195 km

05:00:28 Std.

28.04.1991

Hermannslauf

30,7 km

02:50:00 Std.

25.05.1991

Rennsteig SM

65 km

07:22:46 Std.

30.05.1991

Oberbecksen

10 km

00:49:39 Std.

08.06.1991

Buttjer-Lauf

10,8 km

01:08:11 Std

30.06.1991

Eisbergen

20 km

01:41:18 Std.

07.07.1991

Kleinenbremen

19 km

01:37:05 Std.

27.07.1991

Davos SAM

65 km

Kreislaufprob.

15.09.1991

Steinhuder Meer Lauf

35 km

03:20:00

06.10.1991

Silixen

25 km

01:59:14 Std.

13.10.1991

Schwarzwald M.

42,195 km

04:10:00 Std.




1992 – Ein starkes Jahr mit persönlicher Bestzeit

1992 war ein Jahr, in dem vieles zusammenpasste. Ich nahm an 15 Volksläufen teil und kam insgesamt auf 2190 Kilometer – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Besonders in Erinnerung bleibt der 100 km Staffellauf in Rheine, bei dem ich meine persönliche Bestzeit über 10 km in 41:40 Minuten lief. Eine Zeit, die ich später nie wieder erreicht habe – und genau deshalb ein besonderer Moment.


Gelaufen bin ich dort mit der Staffel des Lauftreff Kutenhausen, was dem Wettkampf zusätzlich eine schöne, gemeinschaftliche Note gab.




Läufe 1992


Datum

Ort

Strecke

Zeit

26.04.1992

Hermannslauf

30 km

02:58:12 Std.

05.06.1992

Buttjer-Lauf

10,8 km

00:51:35 Std.

18.06.1992

Oberbecksen

20 km

01:33:37 Std.

28.06.1992

Eisbergen

20 km

01:41:36 Std.

05.07.1992

Kleinenbremen

19 km

01:32:46 Std

10.07.1992

24 Std. Minden

60 km


25.07.1992

Davos SAM

65 km

10:45:16 Std.

29.08.1992

Minden VL

20 km

01:44:34 Std.

05.09.1992

Rheine 100km Staffellauf

10 km

00:41:40 Std.

PB

13.09.1992

Steinhuder Meer Lauf

35 km

03:17:11 Std.

04.10.1992

Silixen

25 km

02:03:19 Std.

10.10.1992

Bräunlingen

6 km 

00:28:00 Std

11.10.1992

Schwarzwald Marathon

42,195 km

04:23:00 Std.

08:11.1992

Bad Salzuflen

20 km

01:37:00 Std.

21.11.1992

Humfeld Mart.

36 km 

Dnf.





1993 – Ein Jahr zwischen starkem Beginn und einem ärgerlichen Ausstieg

1993 begann mit einem echten Highlight: Am 27. Februar lief ich den Marathon in Bad Salzuflen, der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand – bei Regen und Schneetreiben. Trotz der widrigen Bedingungen war es eine super organisierte Veranstaltung, die mir sofort positiv in Erinnerung blieb.


Weniger gut lief es später beim Rennsteiglauf. Dort musste ich das Rennen abbrechen – nicht wegen körperlicher Probleme, sondern vermutlich wegen Hitze oder fehlender Motivation für die lange Strecke. In Oberhof stieg ich aus und habe mich im Nachhinein „schwarzgeärgert“, denn eigentlich war ich fit genug, um durchzulaufen.


Am Ende standen 1979 Laufkilometer und nur 6 Volksläufe im Jahrbuch. Nicht viel, aber ein Jahr mit wichtigen Erfahrungen – und genau die prägen einen Läufer oft mehr als die perfekten Rennen.


Läufe 1993


Datum

Ort

Strecke

Zeit

27.02.1993

Bad Salzuflen

42,195 km

04:36:11 Std.

20.03.1993

Kreis Crossmeisterschaft

7,7 km

00:33:31 Std.

25.04.1993

Hermannslauf

30,6 km

03:14:54 Std.

16.05.1993

Rennsteig SM

65 km

abgebrochen

10.06.1993

Oberbecksen

20 km

01:42:22 Std.

21.08.1993

Minden VL

20 km

01:36:47Std.  




1994 – Das Jahr des Hausbaus und der kurzen Läufe

1994 war ein Jahr, das weniger vom Laufen als vom Leben geprägt war. Wir starteten mit einem großen Projekt: dem Bau eines Doppelhauses mit vier Wohnungen, gedacht als Mietobjekt. Wer schon einmal gebaut hat, weiß, was das bedeutet – und wir machten fast alles selbst. Das kostete Zeit, Kraft und Nerven, und genau deshalb blieb fürs Training kaum Raum.


So kamen am Ende 1613 Kilometer zusammen – deutlich weniger als in den Vorjahren. Und die Quittung folgte prompt: Beim Rennsteiglauf und auch in Davos musste ich aussteigen. Es fehlten schlicht die langen Läufe, die Grundlage für solche Strecken.


Trotzdem gab es auch schöne Momente: Mein alter Freund Steve aus Wales kehrte zurück und wohnte vorübergehend bei uns. Durch ihn fand ich schließlich den Weg nach Kleinenbremen in den Verein – ein wichtiger Schritt für die kommenden Jahre.


Und auch wenn ich 1994 am Rennsteig erneut ausstieg, blieb eines klar: Ich würde zurückkommen. Und das tat ich – später wieder erfolgreich, unter anderem 2004


Am Ende standen 9 Volksläufe und ein Jahr, das mich mehr im Leben als im Laufen gefordert hat.


Läufe 1994



Am Rennsteig





Ulrike tröstet mich, nachdem ich abgebrochen habe.


 



1994 bin ich 1613 km und 9 Volksläufe gelaufen.

Datum

Ort

Strecke

Zeit

24.02.1994

Bad Salzuflen

16 km

02:32:30

08.05.1994

Hörsterberg

21,0975 km

01:47:46 Std.   

20.05.1994

Bad Oeynhausen

10 km 

00:47:00 Std

27.05.1994

Rennsteig

30 km 

dnf

02.06.1994

Oberbecksen

20 km

01:34:07 Std.

26.06.1994

Eisbergen

20 km 

01:41:44 Std.

02.07.1994

Lenzinghausen

15 km

01:14:25 Std.

10.07.1994

Kleinenbremen

20 km

01:37:54 Std.

12.08.1994

Union Minden

67 km 

24 Std. 




1995 – Ein Jahr im Zeichen des Neubaus


1995 war ein Jahr, in dem das Leben eindeutig Vorrang vor dem Laufen hatte. Der Hausneubau forderte seinen Tribut – körperlich, zeitlich und mental. Vieles musstest du selbst stemmen, und so blieb kaum Raum für Training oder Wettkämpfe.
Am Ende kamen 741,5 Kilometer zusammen – wenig im Vergleich zu den Vorjahren, aber unter diesen Umständen ein starkes Zeichen: Ich bin drangeblieben.


Auch wenn es für Volksläufe nicht reichte und keine langen Strecken möglich waren, hast du das Wichtigste geschafft: Du hast den Anschluss nicht verloren. Du bist weitergelaufen, Schritt für Schritt, durch ein Jahr, das mehr Baustelle als Laufstrecke war.


Und habe mir selbst bewiesen, was ich später oft gezeigt habe: Es kommen immer wieder bessere Zeiten.




Rohbau



 Fertig. Eine schwere Zeit geht zu Ende.