⭐ Rückblick – vor 20 Jahren


Eine Zeitreise in mein Läuferleben – Monat für Monat, genau zwanzig Jahre zurück.



Warum dieser Rückblick?

Vor zwanzig Jahren war ich an einem ganz anderen Punkt meines Läuferlebens. Ich war jeden Tag mit Bonnie unterwegs, kämpfte mit gesundheitlichen Problemen, erlebte besondere Begegnungen und musste schwere Entscheidungen treffen.
Dieser Rückblick soll zeigen, wie sich mein Weg entwickelt hat – mit Höhen, Tiefen und vielen kleinen Momenten, die mich geprägt haben.



Der August 2006 hat mich nicht nur gefordert – er hat mich verändert.


Er hat mir gezeigt, dass der Wald meine Gedanken trägt. Dass der Mond meine Stille versteht. Dass Bonnie mein Herz hält. Und dass selbst in den dunkelsten Nächten ein Halbmond reicht, um den Weg zu sehen.

Zum August 2006



Juli 2006 – Ein Monat voller Gegensätze

Der Juli 2006 war für mich ein Monat voller Gegensätze. Fast jeden Tag war ich mit Bonnie draußen – kleine Dorfrunden, Kanalrunden, manchmal schon früh am Morgen. Diese Läufe waren mein Halt, auch wenn ich oft das Gefühl hatte, eher zu torkeln als wirklich zu laufen. Die Halswirbel machten mir große Probleme, Kopfdrehen führte sofort zu Schwindel, und die Schmerzen in Füßen und Fingern nahmen mir oft den Schlaf.
Trotz dieser Belastung gab es Momente, die mir richtig gutgetan haben. Einer davon war die Rettung eines kleinen Igels, der sich im Maschendrahtzaun verfangen hatte. Mit einem T‑Shirt und etwas Kraft konnte ich ihn befreien und in Sicherheit bringen. Als er sich entrollte und davoneilte, war das ein schöner Augenblick, der mir den Tag gerettet hat.
Sehr schwer war dagegen die Absage des STUNT 100. Ich wollte unbedingt teilnehmen, kannte die Strecke gut – und musste zusehen, wie andere liefen, während ich selbst nicht starten konnte. Das hat mich tief getroffen und war einer der schlimmsten Tage meiner Läuferlaufbahn. In mir wuchs der Wunsch, etwas zu verändern und im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
Zwischendurch gab es auch viele kleine Lichtblicke: Begegnungen am Kanal, freundliche Menschen, Tiere am Wegesrand.




Und natürlich Bonnie, die mit ihrem Schlammloch, ihrem Kanalbad und ihrer fröhlichen Art jeden Tag ein bisschen leichter gemacht hat.
Rückblickend war der Juli 2006 ein Monat voller Belastung, aber auch voller kleiner Wunder. Viel Schmerz, viel Frust – aber auch Momente, die mir gezeigt haben, dass es sich lohnt, weiterzumachen.


Der Weg zum Original Tagebuch   Juli 2006


Wie es weitergeht
Jeden Monat ergänze ich hier einen neuen Rückblick – immer genau zwanzig Jahre zurück.

So entsteht eine zweite Zeitlinie, die zeigt, wie mein Läuferleben damals war und wie es sich entwickelt hat.



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